"Briefe ans Christkind" - oder - AGB, Vertragsbedingungen

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Leo
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"Briefe ans Christkind" - oder - AGB, Vertragsbedingungen

Beitrag von Leo » Fr Okt 18, 2019 11:17 am

Aus gegebenem Anlass, vielleicht auch nur um meinem Ärger Luft zu machen......

Bitte was soll das? -und- weshalb wurde diesem Unfug nicht schon längst ein Riegel vorgeschoben?

Wir haben eine "ganz normale KFZ-Haftpflicht(!)-Versicherung abgeschlossen.
Der Bestandteil in der Bezeichnung "pflicht" verdeutlicht, dass man als Fahrzeugbenutzer keine Wahl, keine Alternative hat.

Erhalten haben wir ein Mail mit 7 (sieben!) Anhängen mit "Bedingungen" etc. mit insgesamt knapp 100(!!) Seiten!
Ich selbst halte mich für "rechtlich nicht ganz unbeleckt" - und für mich ist das Meiste fast nicht lesbar und sicher nicht in aller Konsequenz nachvollziehbar.
Wie muss es dann erst jemandem gehen, der ansonsten nie etwas mit rechtlichen Texten zu tun hat?
Jener schweigenden Mehrheit von Menschen, welche nicht selten mit FB.Postings von mehr als 3 Zeilen länge bereits "überfordert" sind??

Ich empfinde das als eine Frechheit!
Damit sollte unbedingt mit einer klaren Erklärung seitens der Legislative Schluss gemacht werden!

Dieses Kauderwelsch DARF einfach im "Streit- und/oderbzw. "Klags-Fall" NICHT massgeblicher sein, als eine "vorauseilende Erklärung der Wunschvorstellung(!) des jeweiligen Unternehmens!"

Im Streitfall soll es dem Gericht obliegen, allenfalls durch Beiziehung von ebenfalls rechtlich NICHT ausgebildeten "Vergleichszeugen", festzustellen ob diese Textierungen von einem Normalbürger verstanden werden konnten, ob sich dieser der möglichen rechtlichen Konsequenzen im Streifall bewusst sein konnte, oder ob dem (meist ausgesprochen natürlichen und guten und vernünftigen!!) Rechtsverständnis und Erwartung des Bürgers, Versicherungsnehmers und Konsumenten, zu folgen ist.
Aber so lange unsere Regierungen es noch nicht einmal abstreiten, dass sie sich in erster Linie den Wünschen Wünschen der Konzerne verpflichtet sehen, ist da wohl kaum Änderung zu erwarten?

Anstand und Fairness bedarf keiner 100 Seiten von Kleingedrucktem, ...wobei der Wortbestandteil "druckt" wohl schon eine Vorschau auf die wahren Absichten der Verfasser von solchem Zeug ist: Sie wollen darauf vorbereiten sich im "Fall der Fälle" besser drucken" zu können.
Ich muss mich aber als "anständiger und fairer Mensch" grundsätzlich darauf verlassen können, dass auch in diesem Land zugelassene Unternehmen, einmal grundsätzlich "anständige und faire" Absichten haben.
Alles andere verdient nur eine Bezeichnung: G'sindel!

Das Gleiche sollte mbMn grundsätzlich für alle Arten von "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" gelten.
Alles was nicht in unmissverständlichem Klartext da geschrieben steht (zB: "Wenn sie vorsätzlich mit dem Auto wo dagegen fahren, und wir ihnen das auch nachweisen können, dass sie das absichtlich gemacht haben, dann bezahlen wir weder Schäden noch s.g. "Folgeschäden"!") sollte künftig keinen größeren Stellenwert haben, als der eingangs erwähnte "Brief ans Christkind".
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...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

Stoni
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Re: "Briefe ans Christkind" - oder - AGB, Vertragsbedingungen

Beitrag von Stoni » Mi Okt 23, 2019 11:12 am

Sehr gut geschrieben. Lg Thomas

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