Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Vorschläge zu Terminen und Veranstaltungen, Demos etc.

Moderator: Lisa

El Pedro
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Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von El Pedro » Mo Jan 07, 2019 1:09 pm

Grenzgenialer Mann der es versteht ausgesprochen komplexe Inhalte auf "leicht verdauliche", ja sogar unterhaltsame Art zu kommunizieren.

Tickets gibt es noch, natürlich nicht endlos, denn so groß ist das Gartenbaukino in Wien halt auch nicht:
Entweder bei: https://ntry.at/LESCH
...oder direkt an der Kassa vom Gartenbaukino (täglich jeweils ab 30 Minuten vor Programmbeginn geöffnet)

Diese Gelegenheit, Prof.Dr. Harald Lesch IN WIEN live zu sehen und zu erleben, sollte man sich nicht entgehen lassen!

Weitere Infos:
https://www.facebook.com/AGENTURLEUCHTPUNKTE/
bzw.:
Agentur Leuchtpunkte https://www.leuchtpunkte.at/

bzw. wer mal ein wenig reinhören möchte, was der Mann alles zu sagen hat:
https://www.youtube.com/watch?v=6wLlWWp8Vcg

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PBOe
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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von PBOe » Mi Jan 09, 2019 8:53 am

Unter Allen welche sich bis nächsten Montag, auf irgend eine Weise zu unseren diversen Themen und Projekten zu Worte melden, werden mehrere Karten-Set für diese Veranstaltung vergeben.

Details siehe unserer Facebook-Gruppe unter: https://www.facebook.com/groups/PBOe4u/

Lisa
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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Lisa » Mi Jan 09, 2019 6:07 pm

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!ACHTUNG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Es sind nur mehr 2x2 Karten verfügbar!!!!!

LG, Lisa

Wickal
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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Wickal » So Jan 13, 2019 5:54 pm

Ein großartiger Mann!
Leider (also Gott sei Dank) habe ich am 14.1. Hochzeitstag, sonst wäreich wirklich gerne dabei.
Könnt ihr dann berichten?

seid gegrüßt, Wickal

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Leo
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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Leo » Mo Jan 14, 2019 12:26 pm

Wickal hat geschrieben:
So Jan 13, 2019 5:54 pm
Könnt ihr dann berichten?
Werden wir!

...und alles Gute zum Hochzeitstag! ;)
~~~~~~~~~~~
...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

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Leo
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Bericht Teil 1 zu Prof.Dr.Harald Lesch 14.1.2019 in Wien

Beitrag von Leo » Di Jan 15, 2019 1:37 pm

Wie versprochen, hier -zumindest einmal mein- Bericht:

In ganz kurzer Zusammenfassung: :?

Und jetzt etwas ausführlicher;

Auf der "Plusseite": Es war Lesch!
Scharfsinnig, kritisch, angriffslustig, .... die unverwechselbare Fähigkeit komplexe Themen in einfache Zusammenhänge zu bringen und verständlich zu transportieren.
Ebenfalls ausgezeichnet: Schließlich war der Saal doch noch ausverkauft! ...und das dürfte bis eher kurz zuvor noch eine "Zitterpartie" für die Veranstalterin, Agentur Leuchtpunkte der mutigen Frau Mag. Sabine Zorn, gewesen sein.
Zumindest war dies einer der, wenigen, Anmerkungen von Elisabeth Scharang zu entnehmen.
Aber die - ausschließlich positive - Erkenntnis bleibt: Man kann mit dem Thema "Klimawandel" einen doch sogar ziemlich großen Saal in Wien füllen, obwohl natürlich auf der anderen Seite das Thema wichtig genug wäre, um die ganze Stadthalle füllen zu können.
Nun, da ist der Österreicher wohl etwas "langsamer".... (?)

Womit wir schon bei meinem ersten, leisen Kritikpunkt wären:
Angekündigt war die Veranstaltung als ein "Gespräch zwischen Prof.Dr.Harald Lesch und Elisabeth Scharang".
Ich kenne Frau Scharang nicht, hörte aber von einigen Besuchern Kommentare in die Richtung: "Normalerweise macht die sehr gute Sendungen".
Es mag also nicht an ihr gelegen haben, aber zu mehr als zu "etwas hilflos wirkender Dekoration", ist ihr Beitrag zum Verlauf des Abends nie geworden.
Ich würde sogar eher vermuten, dass dies schlicht daran gelegen haben mag, dass ihre, wenigen, Versuche den Abend zu moderieren, zu einem sichtlich irritierten Prof. Lesch führten, weshalb sie es recht schnell überhaupt aufgegeben haben mag.

Ich würde weiter vermuten, dass es hier entweder zu einem Missverständnis zwischen Veranstalterin und Prof. Lesch gekommen war, - oder es dem guten Herr Prof. Lesch eher ziemlich "wurscht" war, was die Vorstellungen über den Verlauf des Abends "der Anderen" gewesen sein mochten.
Um eine weitere Vermutung anzustellen: Ich tippe auf Zweiteres.

Jedenfalls war zum Einen Frau Scharang nicht "stark genug", um einen Mann, der es nachweislich gewohnt ist, locker zwei Stunden lang "ohne Punkt und Komma" durchzureden, in -allenfalls von ihr gewünschte- Bahnen zu lenken.
(a) Verlor Prof.Lesch bei so gut wie jeder ihrer Fragen den Faden, wirkte irritiert, seine, ansonsten gut und geschmeidig gebauten, Sätze, fielen in, noch nicht einmal grammatikalisch richtiges, "Gebrabbel" zusammen.....
(b) Er wollte offenbar seinen "üblichen Vortrag" möglichst schnell durchpeitschen, ein paar Bücher verkaufen, sein Honorar einstecken und möglichst schnell wieder weg aus dieser Situation.
Selbst die "Gags", wie schon aus dem Video von seinem Vortrag https://www.youtube.com/watch?v=6wLlWWp8Vcg bekannt, wurden "erbarmungslos" abgespult.
Einziger Unterschied zwischen dem Abend im Gartenbaukino und dem obigen Video: Ohne der "Irritationen" durch Frau Scharang kann er es eindeutig flüssiger.
(c) Und zu guter Letzt noch die, doch ja: Feststellung, dass er sich noch nicht einmal auf seinen Veranstaltungsort "WIEN" (Österreich) vorbereitet hat.
Gut einstudierte "Bon Mots" ernteten dadurch noch nicht einmal jene Lacher, welcher er offenbar gewohnt ist (und sichtlich erwartet hatte), wie zB.
"Wann gab es zuletzt auch schon irgendwo eine "Rot-/Grüne" Regierung?"
(Ausgebliebene bzw. nur durch eisiges Schweigen gegebene) Antwort:
"Ähhm, Herr Prof.Lesch, Wien, die Stadt in der sie gerade sind, wird von Rot-Grün regiert!"

Nunja..... wem es nur um die Gedanken und Informationen von Prof. Lesch geht, der kann sich einfach obiges Video ansehen und freuen, dadurch nicht nur € 19,- gespart zu haben, sondern sich selbst auch einen Ausflug in die nass-kalte Stadt UND die nachgeradezu unverschämte und aufdringliche Belästigung durch diese neue "Xtinction Rebellion Austria" Gruppe (zu der ich auch schon unter www.pboe-forum.com/viewtopic.php?f=16&t=74 einen Beitrag geschrieben habe), erspart zu haben.
Da die Teilnehmer an diesem Abend - ziemlich offensichtlich würde ich sagen - zu jenem, leider immer noch nur recht exklusiven, Kreis derer gehörten, welche die Bedeutung des Thema's Klimawandel bereits erkannt haben, war das Hijacking des Abends durch dieses "Grüppchen Verwirrter" einfach nichts weiter als der (mbMn) recht "schäbige Versuch" Unterstützer anzuwerben.
Mit den (selbstgesteckten) Zielen wie "Wachrütteln", "Aufmerksam machen", "Informieren" (sic.!) hatte das jedenfalls nichts zu tun.
Meinem Empfinden nach war es einfach nur der Missbrauch der laudablen Arbeit von jemandem Anderen, der Veranstalterin Frau Mag. Zorn;
(Und ebenfalls von meinem/unserem persönlichen Entgegenkommen; Denn erst bei mir/uns "Karten zu schnorren" um diese dann - vor meinen Augen - an irgendwelche Gefolgsleute mit "großzügiger Geste" weiterzuverschenken, ist - zumindest nach meinem Empfinden - einfach nicht OK gewesen.)

Wirklich gefreut(!) habe ich mich über das Erscheinen Jener, welche unser Angebot, zu diesem Abend eingeladen zu werden, angenommen haben - und auch gekommen sind! (Immerhin 4 Weitere sind einfach "nicht erschienen". Auch das nicht gerade "elegant", denn wir haben für die verschenkten Karten schließlich selber voll bezahlt.)
Die Gespräche vorher und vor allem auch nachher waren in jedem Fall SEHR interessant und befruchtend! Danke euch dafür!
~~~~~~~~~~~
...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
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Leo
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Bericht Teil 2: Prof.Dr.Harald Lesch, 14.1.2019, Wien

Beitrag von Leo » Di Jan 15, 2019 3:13 pm

....und jetzt zu meiner "inhaltlichen" Kritik:
(Vorausschickend und einschränkend möchte ich dazu sagen, dass das selbstverständlich nur meine ganz subjektive Meinung ist)

Ich denke, dass Herr Prof.Lesch in einigen Punkten "nicht weit genug" denkt - bzw. seine eigenen Gedanken nicht konsequent zu Ende denkt.
...oder es, aus irgend einem Grund, für besser hält, diese "erweiterten Gedanken" nicht mit seinem Publikum zu teilen?

Als ersten dieser Punkte möchte ich auf seine Ausführungen zum Thema "Geld" (siehe auch seine Begrifflichkeit: "Das Kapitalozän") eingehen.
Auch, weil es bereits in unserem "Manifest" eine Bezugnahme auf diesen Komplex gibt - samt einer umfangreichen Stellungnahme/Erklärung in diesem Forum, unter viewtopic.php?f=15&t=78 durch "El Pedro".

Auf der einen Seite wirft Prof.Lesch die Forderung (sogar mehrfach und aus unterschiedlichem Blickwinkel/Zusammenhang) in den Raum, dass es eine "Umverteilungsdiskussion" geben muss, dass "nicht einzusehen wäre, weshalb ein 75-jähriger Millardär mit 30.000.000.000,- "am Konto" nichts von diesem Geld an die Gemeinschaft zurückgeben muss" und würzt diese Aussage auch noch mit einem (ebenfalls aus seinem bereits genannten Video bekannten) Bon Mot, dass er "in der Nähe von einem Friedhof wohnt, und manchmal dort hin geht um laut zu rufen: "Wer ist hier die reichste Leiche" - um (natürlich) keine Antwort zu bekommen." und beantwortet auch eine (der wenigen) Zwischenfrage von Frau Scharang, "ob er denn diese Reichsten anders besteuern wolle?" mit einem "trotzig-rotzigen": "Nein, ich will es ihnen wegnehmen!"

Gut, zugegeben, mit solchen Wortspenden kann man sich immer der "Zustimmung der Massen" sicher sein (und der Zwischenapplaus samt Lachern erfolgte dann auch prompt) - aber dieser Gedanke ist weder sinnvoll noch konstruktiv noch wird er je umsetzbar sein.
(Nochmals: Siehe den Ausführungen von "El Pedro" dazu in diesem Forum. Link oben)

Einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen diesen, fortwährend strapazierten, "Die Reichen" und "dem Volk" ist, dass die Reichen dazu tendieren, aus Geschichte zu lernen.
Sie sind es gewohnt, durchaus auch im Alltag, sich gegen ständige Versuche zu wehren, ihnen etwas "wegzunehmen".
Unerheblich ob das gegen "kleine Schlitzohren", "weibliche Gold-Digger", "schäbige Berater", "hinterlistige Steuer- oder Anlageberater", "ganz normale Schnorrer" .....oder eben auch "Staaten" ist.
Dieses ständige Wehren und Aufpassen und Kontrollieren ist mühsam und zermürbend und vereinsamend....und ganz sicher nicht lustig! - Aber es ist auch eine Disziplin, welche die Reichen, und erst recht die Allerreichsten, noch besser beherrschen als die Tricks mit welchen sie zu ihren Vermögen gekommen sind.

Denen "im großen Stil" etwas wegnehmen zu wollen, um es "umzuverteilen", wird in jedem Fall schief gehen und nur dazu führen, dass
(a) Jene die es doch versuchen (inkl. dem Staat!) dann doch mit leeren Händen dastehen, und
(b) Sich auch durchaus "großartige Köpfe" abgewendet und zurückgezogen haben. Köpfe die man für eine bessere "Neugestaltung der Systeme" aber durchaus gut gebrauchen könnte - WENN man ihnen im Gegenzug "Sicherheit für ihre Vermögen" garantiert.

Auf der anderen Seite erkennt aber Prof.Lesch durchaus (und sagte es auch), dass diesen "ungeheuren Vermögen" lediglich "Realwerte" (bzw. "gedruckte Banknoten") im Gegenwert von rund € 2.700,- pro Person(!), gegenüber stehen!
Bloß den nächsten, absolut logischen, und sich aus dieser Tatsache zwingend ergebenden Gedankenschritt, zieht Prof.Lesch dann nicht:
"Das bedeutet, dass all diese Vermögen ohnehin nur fiktiv sind! Das mögen ein paar Ziffern, mit einer ganzen Menge Nuller vor einer Kommastelle, sein - mehr aber auch nicht!
Nochmals, an dieser Stelle der Querverweis zu den Ausführungen unter: viewtopic.php?f=15&t=78
.

Ein weiterer Punkt, bei welchem Prof. Lesch entweder nicht konsequent genug denkt, oder diese Gedanken halt für sich behält, sind seine diversen Forderungen "an die Politik" tätig zu werden.
In durchaus unterschiedlichen Zusammenhängen kommt diese Forderung des Weges.
Sei es bei der konsequenten "Bestrafung" von Konzernen.
Sei es beim Unterbinden von "Steuer-Vermeidungs- bzw. Optimierungs-Strategien" von Betrieben im Eigentum des Staates oder der Kommunen (als Beispiel nannte er den FRA-Port, den Flughafen Frankfurt/Main)
Sei es bei der Forderung langfristige Planungen - ganz besonders zum Schutz der Umwelt und des Klimas - anzustellen.

Zusammenfassend kann jedenfalls davon ausgegangen werden, dass Herr Prof.Lesch von einer "unerschütterlichen Annahme" ausgeht:
Die "staatstragenden Systeme" (Parteien, politische Aufstellungen und adminisrative Einrichtungen) werden, so wie sie derzeit sind, in jedem Fall erhalten bleiben.

Der (unvermeidliche?) "Einwand":
Es ist doch blanker Unfug von politischen Entscheidungsträgern, in dem System wie es jetzt nun mal ist, zu fordern, sie mögen doch gefälligst "zumindest bei Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und des Klimas, langfristige Planungen anstellen".
Himmel! Klar, man kann (darf und soll vielleicht auch) von Politikern recht viel verlangen und erwarten. Wer entsprechend befähigt ist und den Job, bei den Gagen, bei der ständigen Beobachtung durch die Öffentlichkeit, freiwillig macht, muss ohnehin irgend einen "Anderen an der Waffel haben".
-Aber-
Von einem Politiker ernsthaft zu erwarten, dass er während seiner Amtszeit Maßnahmen in Gang setzt, deren Erfolg sich vermutlich erst dann einstellt, wenn schon längst sein Nachfolger die Lorbeeren dafür einheimsen kann, ist schon etwas vermessen?!

In diesem Zusammenhang, aber auch in Verbindung mit den weiter oben getroffenen Feststellungen zum Thema "Realität des Geldes" muss man doch einfach zu der Erkenntnis kommen, dass keine einzige dieser Forderungen - unabhängig davon ob sie unserem Empfinden nun gerecht werden oder nicht - in dem System das wir haben(!), umsetzbar ist?!

Klar "könnte" man die "Steuerschummeleien" vom FraPort unterbinden.
Und was dann?
Dann sagt Fra-Port: "Sorry, aber SO sind wir nicht wirtschaftlich überlebensfähig, wir melden hiermit Konkurs an"
Die Topmanager (also jene denen Herr Prof.Lesch gerade noch "das Weisse aus den Augen wegnehmen wollte) stopfen sich noch schnell ein paar -vertraglich nunmal zugesicherte - Abfertigungs-Millionen in die Tasche, ....und nehmen einen Job beim Flughafenbetreiber auf zB den Cayman-Islands an.
Der Flughafenbetrieb in Frankfurt am Main bricht zusammen, mit desaströsen Folgen für eine Unzahl von Arbeitnehmern nicht nur bei Fraport selbst, sondern auch bei allen Zulieferern, Subunternehmen und all jenen Wirtschaftstreibenden und Arbeitgebern die direkt davon abhängig sind.
Na das wäre eine großartige Leistung!
Danach, also nach der Phase von unvorstellbarem Chaos, samt ebenso unvorstellbaren Kosten für die Stadt Frankfurt und/oder die Bundesregierung (alles aus "Steuergeldern!") blieben nur zwei Wege offen:
=> Entweder wird einer neuen privaten Betreibergesellschaft der Zuschlag gegeben, ....und die werden zumindest früher oder später auch die passenden Tricks finden, also "Back to Square One", oder
=> Der Staat / die Stadt übernimmt das mit dem Betrieb in Eigenregie - und wer die geringsten Zweifel daran hat, wie gut das vermutlich funktionieren wird, möge einen kurzen Blick nach Berlin und deren Flughafen BER werfen.......

Klar könnte man auch die Tricksereien anderer Großkonzerne unterbinden, die unverholen und offen (c: Prof. Lesch) zugeben, "sich ausschließlich ihren Shareholdern verpflichtet zu fühlen."
Und dann?
Klar kann man zB. VW dazu verdonnern, für den Schaden, den sie mit ihren Lügen über die Abgaswerte ihrer Autos, angerichtet haben "zu bluten".
Und dann?
Womit würden denn diese "Strafen" bezahlt? Richtig! Mit dem gleichen alten "fiktiven" Geld. Mit "1"en und "0"en in irgend einem digitalen Jungel.
Und wenn dann VW schmissig erklärt: "Uuups, sorry, aber das überleben wir jetzt wirtschaftlich nicht, wir sperren zu (oder verlagern unseren Firmensitz samt Produktion nach - von mir aus - "Myanmar") samt den ganzen Marken die sonst noch zu uns gehören".
Dann wäre es besser?
Dann sollen die Politiker mit "grimmig-strengem Blick" zusehen, wie VW abwandert?
(Weil, wie ja schon in der Causa Opel bewiesen, das kann man von den Politwichteln in diesem System durchaus haben!)
...und das was man an "Strafen" bei VW kassieren konnte, kann man umgehend in den armutsverursachenden Unterhalt, vulgo "Hartz IV", für all die geschädigten Arbeitnehmer stecken?

Nein!
Der Staat braucht Unternehmen und Unternehmer!
...und wenn nicht als Arbeitgeber und noch nicht einmal als Steuerzahler, dann zumindest die Köpfe, die Visionäre, die Manager, die Vordenker, die Mutigen die immer bereit sind einen Schritt weiter zu gehen, sich ein Stück weiter vorzuwagen, und die Innovationen und Möglichkeiten die aus diesen Unternehmen und von diesen Unternehmern geschaffen werden.
Diese "killen zu wollen" ist gleichbedeutend mit dem sprichwörtlichen "Den Ast absägen auf dem man sitzt."

Der Staat braucht vor allem ein komplett neues System, muss sich komplett neu aufstellen, und zwar auf eine Weise welche ein "gutes Auskommen mit den Unternehmen und den Reichen" ermöglicht, ein günstiges "ökonomisches Klima" erlaubt, gleichzeitig aber den Staat, seine Administratoren (aka Politiker und Beamte) aus der, auch nur theoretischen, Beeinflussung durch diese Unternehmen befreit.
Nicht als "Gegner"!
Nicht als "Untergebene" (wie bisher)
Sondern als "Partner auf Augenhöhe", wobei es völlig OK ist, dass die Unternehmen und die Reichen ihre eigenen Interessen vertreten - und daher auch zu akzeptieren ist, dass der Staat eben (und zwar ausschließlich!) die Interessen der Allgemeinheit vertritt.
....und im Zweifel wird und muss dann immer "die Mehrheit" - und das ist nun mal das Volk - gewinnen.

====
Um das hier nicht allzusehr ins Detail ausufern zu lassen, schließlich geht es ja "nur" um einen Bericht vom gestrigen Abend mit Prof. Lesch, bleibt für mich nur die Erkenntnis, dass Prof.Lesch weder dem Thema "Geld", noch dem Thema "Staat & derzeitige Systeme" kritisch und flexibel genug gegenüber steht.
Ich will ihm dabei gar nicht unterstellen, dass ja auch er selbst, als "Klima-Rat" des Freistaates Bayern, in diesem System verwurzelt ist und vermutlich noch gar nicht einmal so schlecht daran verdient?

Ausgehend von diesem "Status Quo" sind vermutlich weder philosophische noch praktisch-tauglich-umsetzbare Konzepte möglich.... und daher lieferte Prof. Lesch diese auch nicht ab.

Jedenfalls "darf" Philosophie im Grunde ja alles - bloß halte ich eine Philosophie welche von vornherein keine Chance auf eine erfolgreiche Umsetzung und Verwirklichung hat, für echten "Humbug".
~~~~~~~~~~~
...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Lisa » Di Jan 15, 2019 10:15 pm

Ich bin nicht unbedingt enttäuscht von dem was ich gehört habe, eher von dem was ich NICHT gehört habe.
Das könnte grundsätzlich auch daher kommen, dass ich mir vorab keinerlei Clips von und zu Hrn. Lesch angesehen habe.
Ich wollte "jungfräulich" in diese Veranstaltung gehen, daher bin ich davon ausgegangen das ich
-Tipps und Ideen zur Vermeidung von "Klimakillern" höre....
-"Expertisen" oder Vorschläge zur positiven Veränderung der Gesellschaft für ein Miteinander...
-"Erklärungen" für gewisse Vorgänge die klimaschädlich sind und warum dem so ist...
hören werde.

Was gesagt wurde hat Leo in seinem Kommentar schon geschrieben, daher werde ich das hier nicht nochmals wiedergeben.

Dennoch kein verlorener Abend, da die anschließenden Gespräche unterhaltsam und interessant waren. Danke dafür!

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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Schneiderin » Fr Jan 18, 2019 12:50 pm

Das klingt ernüchternd!
Ich habe mir einige Videos von ihm angesehen, und dachte das Lesch höcht interessant ist.
Wenn ich mir aber eure Beurteilung durchlese verfliegt meine Begeisterung.
Schade.
Das klingt viel mehr nach einer Kaffeefahrt mit eigener An- und Abreise.

Und die, die sich Karten reservieren lassen, auch noch auf wure Kosten, und dann nicht kommen, was soll das?
Aber daran sieht man auch wieder, wie wie wichtig es ist aufzurütteln.
Mehr Gemeinsamkeit, mehr Gesellschaft!

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Re: Prof.Dr.Harald Lesch ::: 14.1.2019 ::: Wien (Gartenbaukino)

Beitrag von Leo » Fr Jan 18, 2019 2:17 pm

Schneiderin hat geschrieben:
Fr Jan 18, 2019 12:50 pm
Das klingt ernüchternd!
Ich habe mir einige Videos von ihm angesehen, und dachte das Lesch höcht interessant ist.
Wenn ich mir aber eure Beurteilung durchlese verfliegt meine Begeisterung.
Schade.
Das klingt viel mehr nach einer Kaffeefahrt mit eigener An- und Abreise.
.................
Nein, nein... der Lesch ist schon gut! Er bringt die Leut' dazu sich anzuhören, was er zu sagen hat, und das ist in jedem Fall ein "guter Anfang"!
..und vielleicht "verschweigt" er ja auch so Manches was ich so moniert habe, "absichtlich" - um die Leute nicht zu "überfordern"?

(Wirklich) ärgerlich ist bloß dass hier über 700 Menschen "quasi vorsätzlich getäuscht" wurden - denn ich dachte zwar, dass es vielleicht ein "Kommunikationsmissverständnis" zwischen Veranstalterin und Lesch gewesen sein könnte, aber die Veranstalterin selbst(!) hat das zwischenzeitlich ausgeräumt.
....wenn man mich fragt, sogar ein bisserl "frech".

Bild

So nach dem Motto: "Wir servieren euch das haargenau gleiche, das ihr euch kostenlos und bequem daheim auf Youtube ansehen könnt, machen euch aber glauben, dass ihr eine Art "Podiusm-Diskussion" erleben werdet, bringen (im Namen des Umweltschutzes!) über 700 Leute dazu die Umwelt ein bisserl mehr zu verschmutzen indem sie extra da hin kommen, und sacken uns bei der Gelegenheit 736 mal € 19,- ein."
Immerhin knapp 14.000,- € an einem Abend an etwas verdient, dass jeder auch gratis hätte haben können.
Gibt Leute die für so einen Betrag ein Jahr lang(!) arbeiten gehen müssen.

Aber vielleicht empfinde auch nur ich das als (zumindest!!!) "schäbig".
Dateianhänge
GibtEsSogarZu.jpg
Von "Missverständnis" kann also keine Rede sein.
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