Extinction Rebellion Austria

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Leo
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Extinction Rebellion Austria

Beitrag von Leo » Fr Dez 28, 2018 5:20 am

Eine, möglicherweise spannende, Initiative
"Extinction Rebellion Austria"
https://www.facebook.com/groups/322229975276997/
hat unter dem Titel: "Building a Movement" eine (erste?) Versammlung für Samstag den 05.01.2019 angesetzt.
Ortsangabe, derzeit lediglich: "Nähe Schottentor".
Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/360140901215285/ wo auch die Ansprechpartner genannt und die FB-Gruppe verlinkt ist
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Persönliche Anmerkung von mir:
Ich finde jede solche Initiative sehr spannend, denn die mbMn wichtigste Aufgabe unserer Zeit ist damit schon erfüllt: Menschen finden persönlich(!) zusammen, tauschen sich aus, kommunizieren ihre Unzufriedenheit, ihre Bedenken und bilden damit auch den ersten Ansatz für gemeinschaftliche Lösungen.

Meine Bedenken:
Wer wüsste besser als ich/wir wie schwierig es ist, Menschen aus ihrer feinsäuberlich strukturierten Lebens-Choreographie zu locken um den wichtigsten Grundstock für eine "Bewegung" zu schaffen.
Ohne Bewegung aber keine Veränderung.
Ohne Veränderung aber nicht "Stagnation" sondern "höchst errosiver Zerfall".
"Bewegung" ist also die allererste Grundvoraussetzung um diesen Planeten und eine freie Menschheit zu erhalten.
==ABER==
Das von "Null weg" zu starten ist unglaublich mühsam und schwierig.
Die Verlockung sich bestehender Netzwerke und Verbindungen zu bedienen um aus den Startlöchern zu kommen ist groß.
Die Verlockung für(!) "bestehende Netzwerke" sich solcher Initiativen zu bedienen um den eigenen Einflussbereich zu erhöhen ist nachgeradezu unwiderstehlich.
Dadurch aber wird jede Chance auf tatsächlich "neuen Schwung" im Grunde bereits im Ansatz vernichtet, da die besagten "bestehenden Netzwerke" naturgemäß wenig Interesse haben von ihrem bestehenden Einfluss abzugeben!

Das ist eine Art "parasitärer Reise" auch wenn von den "Neuen" eigentlich eine "symbiotische Gemeinschaft" angestrebt wird.

Die Frage lautet also im Grunde: Wird der "Wirt" den "Neuen" fressen oder kann sich der "Neue" gegen den "Wirt" behaupten?
Um diese Frage nach ihrer Wahrscheinlichkeit im Vorfeld zu beleuchten, bedarf es lediglich eines Blickes wer sich bei solchen Initiativen bereits als "vermeintlicher Partner" mit ins Boot "holen" ließ.
(In Wahrheit: Sich einfach reingesetzt hat, und die "Neuen" glauben ließ, sie hätten diesen erfolgreich "ins Boot geholt".)

Im Gegenständlichen Fall tauchen sehr schnell zwei Gruppen bestehender Netzwerke am Radar des Beobachters auf: Der WWF und die Feministinnen
...und das sind beides "hochtoxische" Verbindungen, sehr radikal mit ganz allgemeinen "Exklusivitäts-Ansprüchen", was folgende "Wahrscheinlichkeitsrechnung" zulässig macht:
95% Chance, dass WWF oder Feministinnen sich eindach der "Neuen" bemächtigen, diese nachgeradezu "aussaugen" und sich zu Eigen machen (und damit das "individuelle Anliegen" gleich wieder killen - für sich selbst nur eine "neue Auslage" quasi "kapern".
-vs-
5% Chance dass die "eigenständige Wut" und Dynamik der "Neuen" sich gegen jeden Versuch der Vereinnahmung erfolgreich wehrt und die Anfänge überlebt.

Dazu kommen scheinbar noch die nicht minder toxischen Gruppen der "Veganer" und der "Antirauch-Taliban", ebenfalls Gruppierungen deren Anhänger und Vertreter noch nicht einmal die Absicht heucheln eine "freie und unabhängige und eigenverantwortliche" Gesellschaft zu unterstützen, sondern dieser nur möglichst lückenlos ihr "messianisches Selbstverständnis" aufzwingen wollen.

Ausgesprochen gefährlich, da alle Genannten eben nicht "einen" wollen, sondern sich als ganz formidable Werkzeuge des Konzeptes im Dienste von "Divide et Impera" erwiesen haben.
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...ich/wir werden sicher gespannt beobachten, versuchen den Kontakt herzustellen, und eine eigenständige und unabhängige Entwicklung im Rahmen unserer naturgemäß bescheidenen eigenen Möglichkeiten unterstützen.... und falls sich die entsprechenden Befürchtungen bewahrheiten, dann werden wir auch nicht zögern unsere Bedenken und Erkenntnis zu teilen.
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...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

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Leo
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Re: Extinction Rebellion Austria

Beitrag von Leo » So Dez 30, 2018 5:16 pm

Naja,.... immerhin hat der, wiewohl ohnehin nur "vorsichtige", Optimismus - dass da einmal was G'scheites entstehen könnte - knapp 4 Tage angehalten.

Mit jedem weiteren Schritt seither ist das immer "trauriger" und "armseliger" geworden ...und jetzt ist es halt nur mehr ein zahloses Treffen von ein paar Bubis mit Manbuns in der Hauptfunktion "Türabstreifer für Kampf-Feministinnen" die händchenhaltend ihren Protest zu ein paar lieben Liedchens von der Gitarre trällern werden.

Ich seh das Meer an selbstgestrickten Socken und sonstigen Uniformbestandteilen, welche den "Parade-Alternativen" auszeichnen ebenso vor mir, wie ich den süßsäuerlichen Schweissgeruch solcher Veranstaltungen schon förmlich riechen kann.

Falls das verärgert klingt: Ist es auch!
Wir bräuchten Krieger - und wir bekommen nur Gänseblümchen..... aber es ist nicht einmal so, dass solche Grüppchens keinen Schaden anrichten, also vielleicht "irgend etwas helfen" könnten:
Denn, nein, sie ziehen Aufmerksamkeit ab, binden Ressourcen von Leuten die eventuell andernorts etwas bewirken hätten können, und lähmen folglich genau das was sie zu promoten vorgeben.
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