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8.: Strikteste Trennung von Religion und Staat

Moderator: Lisa

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PBOe
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Unterbereich 8.d.:

Beitrag von PBOe » Do Dez 20, 2018 10:06 am

… 8.d.: Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen durch zB „Religionsunterricht“ ist abzuschaffen. Gültig für alle Konventionen. Ersatzweise soll einem Ethik-Unterricht (verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, Umwelt-, Meeres- und Tierschutz, sozialer Umgang mit und in der Gesellschaft, etc. in Theorie und Praxis) verstärkter Raum gegeben werden.

Wickal
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Re: Unterbereich 8.d.:

Beitrag von Wickal » So Jan 13, 2019 5:41 pm

Ein klares Daumen hoch von mir!
Vielleicht könnte man ja auch den Punkt Selbstständigkeit, bzw. Selbtverwirklichung(klingt ein wenig komisch) mit in diesen Ethikunterricht aufnehmen. Im Sinne von: wenn ein Kind zum Beispiel musisch begabt ist, handwerklich aber so rein gar kein Interesse hat, das man das dann in solchen Gruppen auch unterstützen und fördern kann.
denn ich weiß noch vono meinen Kindern, diese freiwilligen Gegenstände sind in der jetzigen Form nicht wirklich sinnvoll. Zu wenig Zeit die da investiert wird.

seid gegrüßt, Wickal

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Leo
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Re: Unterbereich 8.d.:

Beitrag von Leo » Mo Jan 14, 2019 12:23 pm

Wickal hat geschrieben:
So Jan 13, 2019 5:41 pm
.....Vielleicht könnte man ja auch den Punkt Selbstständigkeit, bzw. Selbtverwirklichung(klingt ein wenig komisch) mit in diesen Ethikunterricht aufnehmen. Im Sinne von: wenn ein Kind zum Beispiel musisch begabt ist, handwerklich aber so rein gar kein Interesse hat, das man das dann in solchen Gruppen auch unterstützen und fördern kann.....
Gute Idee!
Sogar so gut, dass es wohl verdient wäre, darüber nachzudenken, da eine ganz eigene Schiene dafür zu schaffen.

Dazu muss man aber ein wenig auf der Timeline der "Bildungs-Wurschtelei" zurück gehen, und sehen wo dieses Unheil seinen Anfang genommen hat.
In meiner Kindheit/Jugend war es noch so, dass man für eine Aufnahme ins Gymnasium eine Prüfung ablegen musste. Unabhängig von den Noten in der Volksschule wurde so versucht festzustellen, welche Kids am ehesten das Zeug hatten um irgendwann mal akademische Berufe zu ergreifen.

Das Übel begann mit der Überheblichkeit sowohl von uns "Gymnasiasten" als auch der unserer Eltern.
Auf Hauptschüler (geschweige denn "B-Zügler") wurde verächtlich hinunter geschaut.
Was natürlich keinerlei Spiegel der Realität oder des Lebens war.
So mancher Handwerker hat es später im Leben deutlich weiter gebracht als so mancher Akademiker...

Bloß war die "natürliche Folge" dieser Überheblichkeit, dass alle Eltern ihre Kinder "mit Matura und Studium" haben wollten.
(Sogar jene die erfolgreiche Handwerker, Kaufleute etc. waren!)

Das KANN natürlich nicht funktionieren.
Als "Akademiker" braucht man (theoretisch, damals wenigstens) einige Grundvoraussetzungen - die man dafür in anderen Bereichen wiederum nicht hat. Und das ist auch gut so! Das was eine Gesellschaft auszeichnet, sind Menschen die sich in sehr unterschiedlichen Bereichen auszeichnen!

Um aber "ALLE" (Kids) zur Matura und weiter auf die Uni zu bekommen, gab es einfach (in Wahrheit) nur einen Weg:
Das "akademische Anforderungs-Niveau" so weit hinunter(!) zu schrauben, dass wirklich jeder Volldepp (oft genug dann: arbeitsloser) Akademiker werden konnte.
Es gibt keinen "Alt-Akademiker" der, auf das Bildungsniveau der Neo-Akademiker angesprochen, nicht die Augen verdrehen würde.

Das hat zwei - gleichermaßen furchtbar schlechte(!) - Auswirkungen:
A.: Jene welche akademisch brillieren könnten - tun es nicht! Wozu sich auch anstrengen, wenn man es doch so viel leichter haben kann?
-und-
B.: Jene welche großartige Bauern, Handwerker, Kaufleute, Erfinder, Dienstleister etc., etc., etc. hätten werden können, rennen jetzt mit wertlosen Titeln herum und sind ein Verlust für die Gesellschaft. (Auf allen Linien).

Also, damit Dein Vorschlag wirklich Erfolg haben kann, müsste zweierlei geschehen:
1.) Der akademische Weg müsste wieder so herausfordernd und schwierig werden, dass ihn echt nur die - diesbezüglich(!) - Besten, schaffen können
-und-
2.) Es müsste eine massive, strategisch geführte PR Kampagne geben, welche alle "Nichtakademischen Berufe" nicht nur aufwertet sondern auch den Respekt erzeugt, den sich diese Menschen verdient haben.

Denn im Grunde braucht die Welt "hingebungsvolle Bäcker", "Schriftsteller und Komponisten", "begeisterte Schrauber", "Maler und Bildhauer", "enthusiastische Bauern"... usw. ... und zwar braucht die Welt diese Menschen sogar noch um einiges dringender als noch ein paar (Pseudo-)"Akademiker" mehr.

Das müsste also sehr breitgefächert beginnen, und sich jedes Jahr in immer präzisere, entsprechende Begabungen fördernde, Schulzweige "verästeln".
Eben genau DAMIT entsprechende Begabungen erkannt und gefördert werden können, während jene, welche es eben noch nicht so genau wissen, trotzdem etwas länger Zeit haben um sich zu entscheiden.

Dein Vorschlag gefällt mir!
Man müsste eigentlich nur die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte (samt den derweil gemachten Fehlern) nehmen, und - mit diesen im Gepäck- zu jenem Punkt zurück kehren kurz bevor die "Aufnahmsprüfungen" abgeschafft wurden.
Ich vermute sehr stark, dass dann von diesem Punkt aus, ein wirklich starker neuer Baum gepflanzt werden könnte, welche der Bevölkerung ein breites Spektrum an Nachwuchs bietet, welche die Schulzeit dafür nutzen konnten, ihre ganz speziellen Talente und Begabungen und Veranlagungen zu perfektionieren.
~~~~~~~~~~~
...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

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