Unterbereich 7.j.:

7.: Reduzierung der Staatsgewalt und kontinuierliche Stärkung eigenverantwortlicher Entscheidungen (auch wenn das Anfangs sicher sehr unbequem ist.)

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PBOe
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Unterbereich 7.j.:

Beitrag von PBOe » Do Dez 20, 2018 9:57 am

… 7.j.: Legalisierung von Drogen. Abgabe an Erwachsene in staatlichen „Verschleissstellen“, in kontrollierter, gleichmäßiger „Qualität“, mit entsprechender steuerlicher Veranschlagung. Dadurch werden Drogentote (vor allem wegen durch Verschnitt schwerer „Dosierbarkeit“) ebenso reduziert wie das Animo für kriminelle Dealer Jugendliche zum Konsum zu verführen. Die Begehrlichkeit fällt durch den Wegfall des Verbotes ebenso weg und die Steuereinnahmen könnten massiv dazu beitragen den Staatshaushalt zu sanieren.

Schneiderin
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Re: Unterbereich 7.j.:

Beitrag von Schneiderin » Sa Dez 22, 2018 1:11 pm

Ich bin bei der Legalisierubg von Drogen eher skeptisch. Cannabis ja, aber alles andere auch? Kokain, Heroin, Crystal. Das sind doch schon eher sehr fragwürdige Substanzen von deren legalem Umlauf ich nicht viel halte.

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Leo
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Re: Unterbereich 7.j.:

Beitrag von Leo » Do Dez 27, 2018 1:01 pm

Schneiderin hat geschrieben:
Sa Dez 22, 2018 1:11 pm
....Das sind doch schon eher sehr fragwürdige Substanzen von deren legalem Umlauf ich nicht viel halte.
Völlig richtig!
Der Dekansatz hinter diesem Vorschlag aber ist, dass vor allem zwei Faktoren zur "Popularität" auch all dieser "harten Drogen" beitragen:

(a) Die Verzweiflung, Hoffnungs- & Perspektivenlosigkeit der Menschen. Ein Blick in die USA zeigt, dass der Drogenmissbrauch um so größer wird, je "ärmer/sozial schwächer, ausgegrenzter" die Menschen sind. - Also ist DAS einer der ersten und wichtigsten Hebel, ... im Grunde bei fast allem Gedanken zu diesem "Manifest".

(b) Die "Illegalität"! Ist nun mal so, kennen wir alle seit unseren frühesten Jugend-Tage; "Je verbotener etwas ist, desto größer ist irgendwie auch dessen Anziehungskraft bzw. Faszination".
Pilotversuche - selbst mit harten Drogen - haben gezeigt, dass eie Liberalisierung keineswegs zu einem Anstieg der Konsumenten führt, sondern deutlich im Gegenteil. Was diese Projekte zum Scheitern brachte, war, dass sie nicht auf "Einheimische/Staatsbürger" begrenzt waren, und sich ein regelrechter "Junkie-Tourismus" entwickelt hat. DAS gälte es natürlich zu vermeiden.

Eine der größten Gefahren von all diesen Suchterkrankungen ist doch, dass die Süchtigen zum einen "stigmatisiert" und ausgegrenzt werden, es auch noch nicht einmal im Ansatz ausreichend Therapieplätze gibt und für eine (wie bei allen Süchten notwendige!) langfristige Nachbetreuung das entsprechend geschulte Personal fehlt - und, dass es auch enorme Schwankungen bei der "Qualität" gibt. Der eine Dealer ist gieriger als sein Konkurrent und streckt seine "Ware" stärker - dann kauft ein Konsument mal anderes Zeug und prompt fliegt ihm eine Überdosis um die Ohren.

Ich kenne jetzt die Zahlen nicht genau (Quotation needed!) aber ich denke, dass man mit der Behauptung nicht daneben liegt, dass die Anzahl der Toten und Verletzten durch Alkohol (-Missbrauch) ... von den Sachschäden ganz zu schweigen ... pro Jahr deutlich höher ist, als die Opfer von bzw, die verursachten Schäden durch "Drogen-Missbrauch".
Nüchtern betrachtet dürfte sich dieser ganze "Krieg gegen die Drogen" als ein hervorragend medial darstellbares Thema handeln - welches aber eine objektiven Beurteilung nicht standhalten dürfte.

Aber es ist auch ein (wichtiger) Bestandteil der "Umerziehung" (böses Wort!") der Massen zu "mehr Eigenverantwortung".
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...und wenn ich auf Wasser laufen könnte, würde es welche geben, die sagen:
"Seht her! Nicht einmal schwimmen kann er!"

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Re: Unterbereich 7.j.:

Beitrag von Schneiderin » Do Dez 27, 2018 2:56 pm

So habe ich das noch gar nicht bedacht. Natürlich wären die Steuereinnahmen daduech enorm. Und wenn die Abgabe geregelt wäre, halt ich das für gar nicht so schlecht. Müsste man eben sehen das es nicjt in Nöhe von Schulen ist.
Apotheken zum Beispiel wären da eine Möglichkeit.

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Leo
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Re: Unterbereich 7.j.:

Beitrag von Leo » Do Dez 27, 2018 3:24 pm

Schneiderin hat geschrieben:
Do Dez 27, 2018 2:56 pm
.....
Apotheken zum Beispiel wären da eine Möglichkeit.
Ausgesprochen gute Idee! Da bin ich selber noch gar nicht d'rauf gekommen, aber da wären ja sogar die Leute vorhanden die sich "auskennen".
Verwerfe hiermit meinen Gedanken, das über zB "Trafiken" weiter zu denken....

Ha! Und die Apotheken hätten den zusätzlichen Vorteil, dass es ja auch immer welche mit Nachtdienst gibt, also der "Bedürftige" in der Nacht nicht frisch wiederum zum "Dealer in der finsteren Seitengasse" gehen muss!

Das Forum hat sich somit erstmals ganz praktisch bewährt! :idea: :D
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